Besuch der Synagoge (Liebigstr. 21a)

Die über 700-jährige Geschichte der Jüdischen Gemeinde in Marburg ist bewegt, wie die Ausgrabung der mittelalterlichen Synagoge am Markt eindrücklich belegt. Während die Gemeinde im Mittelalter und in der Neuzeit stets relativ klein geblieben ist, wuchs sie Ende des 19. Jahrhunderts stark an. Doch die 1897 eingeweihte große neue Synagoge in der Universitätsstraße wurde in der Nacht des 9. November 1938 durch Brandstiftung von Marburger SA-Leuten vernichtet. Nur die Torahrollen konnten gerettet werden.

Seit Anfang 2003 hat die Jüdische Gemeinde Marburg ein neues Zuhause in der Liebigstraße im Marburger Südviertel. Wir besichtigen die Synagoge unter der Führung von Thorsten Schmermund und machen uns mit der jüdischen Religion vertraut. Nach Überzeugung von Amnon Orbach, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, ist „die Vermittlung von Kenntnissen und Wissen über den Anderen grundlegende Voraussetzung für Verständnis und für Verhütung jeglichen Antisemitismus‘ in der Zukunft“.

Treffpunkt: Synagoge, Liebigstraße 21a